Salz ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Küche: Es intensiviert Aromen, bringt Würze ins Gericht und sorgt für ein rundes Geschmackserlebnis. Trotz dieser gemeinsamen Grundfunktion ist Salz nicht gleich Salz. Abhängig von Herkunft, Gewinnungsmethode und Region unterscheiden sich Salze deutlich in Körnung, Kristallform, Farbe und Geschmacksprofil.
Wer mit Freude kocht und genießt, entdeckt in hochwertigen Spezialsalzen eine spannende Möglichkeit, Alltagsgerichte aufzuwerten. Unsere ausgewählten Salze stehen für natürliche Qualität und kommen ohne chemische Zusätze aus – ideal für bewusste Genießer. Grundsätzlich werden Salze in drei Hauptkategorien unterteilt: Siedesalz, Meersalz und Steinsalz. Jede Salzart entsteht durch ein eigenes Verfahren und bringt charakteristische Eigenschaften mit sich.
Meersalz – traditionell durch Sonne und Meer gewonnen
Als Meersalz bezeichnet man Salz, das durch die Verdunstung von Meerwasser entsteht. Diese Gewinnung erfolgt entweder in natürlichen Küstenlagunen oder in gezielt angelegten Salzgärten (Meersalinen). Das Verfahren zählt zu den ältesten Methoden der Salzherstellung und wird seit Jahrhunderten entlang flacher Küstenregionen angewendet.
Das Grundprinzip ist bis heute unverändert: Meerwasser wird in mehrere Becken geleitet, in denen es durch Sonnenwärme und Wind langsam verdunstet. In den anschließenden Kristallisationsbecken bildet sich das Salz. Im Laufe der Zeit wurden Aufbau und Technik dieser Anlagen stetig optimiert. Während die Salzernte früher aufwendige Handarbeit war, übernehmen heute überwiegend moderne Maschinen diesen Prozess – die traditionelle Idee bleibt jedoch erhalten.

Steinsalz – natürliches Salz aus uralten Lagerstätten
Als Steinsalz bezeichnet man Salz, das trocken aus festen Salzlagerstätten gewonnen wird. Der Abbau erfolgt überwiegend unterirdisch in Salzbergwerken, kann in bestimmten Regionen – etwa in Salz- oder Wüstenlandschaften – jedoch auch im Tagebau stattfinden, wie zum Beispiel im Salar Grande in Chile.
Dieses Salz, auch als Halit bekannt, entstand vor Millionen von Jahren, als sich urzeitliche Meere und Lagunen zurückzogen und mächtige Salzschichten hinterließen. Im Laufe der Erdgeschichte wurden diese Ablagerungen von Gestein überdeckt und befinden sich heute tief im Untergrund oder im Inneren von Bergen. In besonders trockenen Klimazonen liegen die Salzschichten teilweise offen an der Oberfläche.
Bereits in der Antike spielte Steinsalz eine bedeutende Rolle. Ein bekanntes Beispiel ist der Salzbergbau der Kelten in Hallstatt, der sich bis etwa 1000 v. Chr. zurückverfolgen lässt und zu den ältesten belegten Salzabbaugebieten Europas zählt.
Heutzutage stammt ein Großteil der weltweiten Salzproduktion aus dem Berg- und Tagebau. Dank moderner Technik kann Steinsalz heute effizient und präzise gewonnen werden, ohne seinen natürlichen Charakter zu verlieren.
Koch- und Siedesalz – aus Steinsalz gewonnen
Kochsalz, auch Siedesalz genannt, wird aus tief liegenden Steinsalzschichten gewonnen, meist aus bis zu 400 Metern Tiefe. Dazu wird Wasser in das Gestein geleitet, das das Salz löst. Die entstehende Salzsole wird anschließend an die Oberfläche gepumpt und weiterverarbeitet.
In modernen Salinen wird die Sole zunächst gereinigt und enthärtet, um natürliche Begleitstoffe wie Kalzium und Magnesium zu entfernen. Anschließend wird sie in Verdampfungsanlagen erhitzt, wodurch das Salz auskristallisiert. Dieser Prozess ist heute besonders energieeffizient, da der entstehende Wasserdampf mehrfach wiederverwendet wird.
Nach der Kristallisation wird das Salz zentrifugiert und getrocknet, bis es nahezu vollständig wasserfrei ist. Das Ergebnis ist ein reinweißes, feinkörniges Speisesalz – bekannt als Koch- oder Siedesalz. Die Bezeichnung stammt aus früheren Zeiten, als Salz in großen Pfannen „gesotten“ wurde, und hat sich bis heute gehalten.
Natursalz vs. Tafel-/Kochsalz – die wichtigsten Unterschiede
Natursalz wird möglichst schonend gewonnen und bleibt in seiner ursprünglichen Form erhalten. Dadurch enthält es neben Natriumchlorid auch natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente, die ihm ein vielschichtiges, charaktervolles Aroma verleihen. Typische Beispiele sind Meersalz oder Steinsalz in naturbelassener Qualität.
Tafelsalz, auch als Speise- oder Kochsalz bekannt, durchläuft hingegen einen stark industriellen Verarbeitungsprozess. Es wird chemisch gereinigt, sodass nahezu ausschließlich reines Natriumchlorid zurückbleibt. Um Rieselfähigkeit und Haltbarkeit zu gewährleisten, werden häufig Rieselhilfen zugesetzt; zudem ist Tafelsalz oft jodiert. Geschmacklich wirkt es dadurch neutraler und besitzt eine sehr feine, gleichmäßige Struktur.
Der entscheidende Unterschied liegt also in der Verarbeitung: Während Natursalz weitgehend unverändert bleibt und seine natürlichen Bestandteile bewahrt, werden beim Tafelsalz viele dieser ursprünglichen Elemente entfernt, um ein standardisiertes Produkt zu erhalten.